Weggefährten, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen kamen zusammen, um Leben und Werk eines der prägenden deutschsprachigen Neutestamentler des 20. Jahrhunderts zu würdigen.
Nach Grußworten von Dekan Prof. Dr. Martin Wallraff und Prof. Dr. Christine Jacobi/Prof. Dr. Christina Hoegen-Rohls standen zwei wissenschaftliche Vorträge im Mittelpunkt des Festakts. Prof. Dr. Friedhelm Hartenstein (LMU München) zeigte unter dem Titel „Gesamtbiblischer Horizont“ neutestamentlicher Theologie die zentrale Bedeutung des Alten Testaments in Ferdinand Hahns Entwurf einer neutestamentlichen Theologie auf. Er würdigte Hahns Werk als einen außergewöhnlichen Versuch, historische Exegese und systematische Theologie miteinander zu verbinden und die Verwurzelung des Christentums in den Schriften Israels sichtbar zu machen.
Prof. Dr. David du Toit (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) nahm anschließend Hahns wegweisende Dissertation Christologische Hoheitstitel in den Blick und fragte nach ihrer anhaltenden Bedeutung für die gegenwärtige neutestamentliche Forschung.
Musikalisch wurde die Feier von Prof. Loren Stuckenbruck gestaltet, der mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Frédéric Chopin den wissenschaftlichen Vorträgen einen festlichen Rahmen verlieh. Beim anschließenden Empfang bot sich Gelegenheit, Erinnerungen an Ferdinand Hahn auszutauschen und sein wissenschaftliches Erbe im Gespräch weiterzuführen.